Das Partizip Präsens (Partizip 1) einfach erklärt + Beispiele

Das Partizip Präsens (Partizip 1) einfach erklärt + Beispiele

Dieser Artikel will Dir erklären, was das Partizip Präsens (Partizip 1) ist, wann Du es benötigt und wie Du es bildest. In der Tat ist dieses ein wichtiges grammatikalisches Konstrukt, welches sicherlich auch Du in Deiner alltäglichen Sprache verwendest. Das Partizip Präsens oder Partizip 1 wird auch als Partizip der Gleichzeitigkeit bezeichnet. Wie schon der Name sagt, hat das Ganze etwas mit der Gleichzeitigkeit zu tun. Das Partizip 1 beschreibt immer ein Objekt oder Subjekt, welches zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Gegenwart etwas tut, wie zum Beispiel:

„Der singende Chor hat viel Freude.“

In diesem Beispiel ist „singende“ das Partizip 1.

Das entsprechende Verb wäre „singen“. Ohne Verwendung des Partizip Präsens würde dieser Satz wie folgt lauten:

„Der Chor, der singt, hat viel Freude“.

Obwohl der Inhalt der Informationen unverändert bleibt, hat sich der sprachliche Ausdruck deutlich verändert. Durch die Verwendung des Partizip Präsens kannst Du einen aus zwei Sätzen bestehenden Satz in einen kürzeren und prägnanteren Satz umformen, ohne auf Informationen verzichten zu müssen. Auf diese Weise ist es Dir möglich, einen schwer zu lesenden Text leichter lesbar und kürzer zu machen. Dies macht zum Beispiel Sinn, wenn die maximal erlaubte Wortzahl erreicht oder ein Absatz zu lang oder verschachtelt ist. Im Bedarfsfalle ist es Dir damit umgekehrt auch möglich, einen vorhandenen Text zu verlängern, indem Du das Partizip Präsens in zwei längere Teilsätze abänderst.

Wie entsteht das Partizip 1?

Um dieses zu bilden, verwandelst Du ein Verb in ein Adjektiv und fügst zur Infinitivform des Verbs ein „d“ hinzu. Zum Beispiel:

„Der Junge singt.“ – „singen“ = Infinitiv
Infinitiv + „d“ = „singend“
„Der singende Junge…“

Wie wird das Partizip Präsens verwendet?

Die Verwendung des Partizip Präsens ist eigentlich recht einfach. Zunächst liegen Dir zwei (oder auch mehrere einzelne) Sätze vor, wobei sich in beiden mindestens jeweils ein Verb befindet. Zum Beispiel:

„Der Junge jubelt. Er spiel Fußball.“
oder
„Der Junge, welcher jubelt, spielt Fußball“.

Die Verben in diesem Beispiel sind „jubelt“ und „spielt“. Eines dieser beiden Verben sollte nun in das Partizip Präsens umgewandelt werden. Somit können beide Sätze gekürzt bzw. in einem Satz zusammengefasst werden. Für dieses Beispiel hast Du zwei Möglichkeiten:

„Der jubelnde Junge spielt Fußball.“
oder
„Der Fußball spielende Junge jubelt“.

In diesen beiden Sätzen wurde jeweils ein Verb in das Partizip 1 umgewandelt. Im ersten Satz ist das Wort „jubelnde“ das Partizip Präsens. Im zweiten Satz ist es das Wort „spielende“. Dabei ist es besonders wichtig, dass das jeweilige Partizip 1 sowohl in der Anzahl (Singular bzw. Plural) als auch im Geschlecht (männlich, weiblich, neutral) an das jeweilige Subjekt angepasst wird.

Worin besteht der Unterschied zum Partizip Perfekt?

Obwohl sich das Partizip Präsens deutlich vom Partizip Perfekt unterscheidet, werden beide ähnlich gebildet. Beide basieren, wie deren Name schon sagt, auf einer bestimmten Zeitform. Im Gegensatz zum Partizip Präsens, bei dem beide Aktionen gleichzeitig ablaufen, laufen diese beim Partizip Perfekt nacheinander ab. Zum Beispiel:

„Der Baum wächst. Er wird gedüngt.“: „Der wachsende Baum wird gedüngt.“
„Der Baum wächst. Er wurde gedüngt.“: „Der gedüngte Baum wächst.“

Im ersten Satz wird der Baum gedüngt und wächst gleichzeitig, weshalb hier das Partizip Präsens gebildet wird. Im zweiten Satz wird der Baum zuerst gedüngt und wächst anschließend. Deshalb wird hier das Partizip Perfekt gebildet.

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