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Alerta Alerta Antifascista – was bedeutet der Spruch/Übersetzung

Dieser Spruch wird häufig auf Gegendemonstrationen gerufen. Wörtlich übersetzt bedeuten die Worte „Alarm, Alarm, Antifaschistinnen und Antifaschisten“. Damit soll der Widerstand gegen rechtes Gedankengut deutlich gemacht werden. Dieser Spruch wurde von verschiedenen Künstlern aufgenommen und in Liedern vertont.

Geschichte:

Der Antifaschismus entstand um 1920 in Italien. Die Menschen wehrten sich damit gegen die immer stärker werdende Doktrin der Faschisten. Benito Mussolini gründete in Italien eine faschistische Partei. In den folgenden Jahren wurde der Kampf gegen die Nationalsozialisten auch in Deutschland aktiv. Ab 1939 bekämpften die Antifaschisten die Führung Francos in Spanien. Auch er hatte eine faschistische Partei gegründet, die diesem Gedankengut folgte. Während dieser Zeit arbeiteten die Antifaschisten vermehrt im Untergrund. Sie erkannten sich gegenseitig an versteckten Zeichen und Symbolen. Auf diese Weise waren sie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und danach noch in Spanien aktiv. Die Unterdrückung des freien Denkens und Handelns sollte dauerhaft bekämpft werden.
Bis heute sind die Antifaschisten aktiv. Sie arbeiten und demonstrieren gegen Neonazismus, -faschismus und Rechtsradikalität.

Demonstrationen:

Rechtsradikales Gedankengut steht in klarem Widerspruch zu den Grundwerten und Gesetzen in Deutschland. Damit das so bleibt, sind Demonstrationen gegen Rechte nach wie vor wichtig. In ihnen soll gezeigt werden, wie positiv eine bunte Mischung der Bevölkerung ist. Freie Meinungsäußerung ist ein Grundpfeiler einer Demokratie. Die Frage stellt sich dann aber, wie solche Demonstrationen ablaufen. Lichterketten und Konzerte, auf denen für Freiheit und Miteinander Werbung gemacht wird, haben eine positive Wirkung. Wird auf Aufmärsche der Neonazis mit Gegendemonstrationen der Antifaschisten reagiert, sind beide Gruppen im Verhalten von unbeteiligten Zuschauern oft nur schwer zu unterscheiden. Das aggressive Verhalten und Schreien wirkt in beiden Fällen erschreckend.

Alerta Alerta Antifascista:

Dieser Ruf wird die Menschen begleiten. Auch in Zukunft werden immer wieder faschistische Gedanken in der Welt verbreitet werden. Alle Personen sollten sich gegenseitig aufmerksam zuhören. Auch in privaten Gesprächen wird oftmals deutlich, dass nicht alle Menschen als gleichwertig angesehen werden. In diesem Augenblick sollten dann diese Alarmglocken schrillen. Eine entsprechende Reaktion kann zu einem Gespräch führen. In diesem können dann die gegensätzlichen Ideen und Werte angesprochen werden. Wichtig wird dabei sein, dass auch bei einem solchen Diskurs eine Grundlage entsteht, auf der sich die Menschen verständigen können.

Faschismus:

Das Wort ist eine Ableitung aus dem lateinischen Begriff „fascis“, auf Deutsch „Bund“. Rutenbündel waren in der Antike die Insignien der Machthaber. Sie wurden aus gleichen Strängen gewirkt. Der Faschismus bedeutet damit, dass Gleichartiges zu einem Strang zusammengefügt werden soll. Auf die Menschen übertragen, gehören nur die Personen zu einer Gruppe, die als passend erklärt werden. Die Nazis, die eine faschistische Gruppierung sind, lehnen alle Personen ab, die sich in ihrer Herkunft, dem Glauben, sexuellen Orientierung oder der Meinung von der führenden Gruppe unterscheiden. Doch damit lassen sich auch andere extremen Gruppierungen beschreiben. In dem Moment, wo eine bestimmte Lebensweise zur Vorschrift wird, entsteht eine faschistische Struktur. Wer sich diesem Gesetz nicht unterwerfen will, wird zum Feind erklärt. Radikale Organisationen haben entsprechend faschistoide Züge. Sekten und Extremisten wählen diese autoritäre Haltung. Die Diktatur ist die Regierungsform, die von faschistischen Parteien eingesetzt wird.

Fazit:

Menschen können nur in Freiheit und Frieden zusammen leben, wenn sie alle Personen gleichwertig ansehen. Demokratie ist die Regierungsform, in der jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger ein Stimmrecht besitzt. Die freie Meinungsäußerung und Presse sorgen dafür, dass die Menschen sich informieren können. Diese Bereiche dürfen nicht eingeschränkt werden. Schon im Kindesalter sollten die anderen Menschen kritisch hinterfragt werden. Wer mit diesem freien Denken groß wird, behält es sich auch als erwachsene Person.

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